Sommerprogramme

 

Ob Fledermäuse und Insekten oder Vögel und Frösche - die Natur ist voller kleiner Wunder, Rätsel und Geheimnisse, die ich mit interessierten Menschen jeder Altersgruppe erforschen und erklären will. Probieren Sie's doch einfach aus und lassen Sie sich von der ungeheuren Vielfalt und atemberaubenden Schönheit der Natur begeistern...

Aktuell biete ich unter anderem folgende Programmbausteine an:
Was fliegt und singt denn da?
Fledermäuse: unsere heimlichen Untermieter
Geheimnisvolle Welt der Spinnen und Insekten
Entdeckungen im Moos
Geheimnisvoller Bergwald
Was lebt in Fluss und Bach?
Der Biber im Ammertal
"Tatort Natur"
Das "Gries": eine Welt aus Stein und Holz
Sagen und Legenden aus dem "Ammertal"
 

Programmbausteine

Was fliegt und singt denn da?

Was fliegt und singt denn da?

Vögel sind lebhafte Geschöpfe, die uns mit ihrem bunten Gefieder, wohlklingenden Gesängen und vielfältigen Rufen erfreuen. Vom majestätischen Steinadler bis zum winzigen Wintergoldhähnchen kann man über 150 verschiedene Vogelarten bei uns beobachten.
Die Teilnehmer lernen interessante Details über den Körperbau und den Vogelflug und erfahren spannende Geschichten zur Lebensweise, Anpassungen und besondere Tricks unserer heimischen Vögel.

Was ist der Unterschied zwischen Singvögeln und Nicht-Singvögeln und wie prägt man sich einige leicht zu unterscheidende Gesänge wie die von Amsel, Zilpzalp und Hausrotschwanz ein?
Wie kann man die wichtigsten Vogel-Familien unterscheiden und warum haben viele Vogel-Weibchen ein unscheinbares Tarnkleid?

Die Antworten auf diese Fragen und noch viele andere mehr wollen wir auf einem Spaziergang durch verschiedene Lebensräume gemeinsam erarbeiten.
 

Vögel sind sogenannte "Bio-Indikatoren":

Ein interessanter und wichtiger Aspekt dieses Programm-Bausteins ist es deshalb, die Auswirkungen der "globalen Erwärmung" auf unsere Tier- und Pflanzenwelt am Beispiel der heimischen Vogelarten zu erörtern.

Zeitraum: April bis Oktober
Dauer: ca. 3 Stunden

Ausrüstung: Regenbekleidung, festes Schuhwerk, Brotzeit und Fernglas (falls vorhanden)
 
 

Fledermäuse: unsere heimlichen Untermieter

Fledermäse

In vielen oberbayerischen Orten und Gemeinden gibt es noch sichere Schlafplätze, natürliche Lebensräume und insektenreiche Jagdreviere für unsere heimlichen Untermieter, die Fledermäuse.

Auf einem Abend-Spaziergang erfahren die Teilnehmer alles Wissenswerte über das Leben und Verhalten der nützlichen Insektenvertilger und bekommen außerdem die Antworten auf alle ihre Fragen: Welche Quartiere bevorzugen Fledermäuse zu welcher Jahreszeit; wie groß und wie alt werden sie und gibt es bei uns auch die sagenumwobenen, bluttrinkenden Vampir-Fledermäuse ?

Ausgerüstet mit starken Handstrahlern und einem hochempfindlichen

"Bat-Detektor"

(dieses Gerät macht die Ultraschall-Ortungsrufe hörbar) beobachten und belauschen wir die geschickten Kleinsäuger bei ihren akrobatischen Jagdflügen.
Da die Exkursionen jeweils bei Einbruch der Dämmerung beginnen und in den frühen Nachtstunden enden, können auch die jüngsten Fledermaus-Fans problemlos teilnehmen.

Dieses Programm behandelt auch die ökologischen Veränderungen im Siedlungsbereich, die Folgen einer "ausgeräumten Landschaft" und zeigt die damit einhergehenden Lebensraumverluste der heimischen Tierwelt am Beispiel der Fledermäuse auf.

Zeitraum: Mai bis Oktober
Dauer: ca. 2 Stunden
Ausrüstung: Regenbekleidung, festes Schuhwerk
 
 

Geheimnisvolle Welt der Spinnen und Insekten

Spinnen und Insekten

Jedes Kind kennt Kreuzspinnen, Bienen und Stechmücken, doch die unglaublich vielfältige und formenreiche Welt der Spinnen und Insekten hat weit mehr als diese "Allerweltsarten" zu bieten.

Auf Schritt und Tritt offenbart sich dem interessierten und geschulten Beobachter eine wahre Wunderwelt:
Insekten haben im Laufe von Jahrmillionen eine unglaubliche Artenvielfalt ausgebildet und genauso vielfältig ist ihre Lebensweise und Anpassungsfähigkeit.
Wo baut die gefährlich anmutende Wespenspinne ihr Fangnetz; wie schützt sich der Blattlauslöwe vor neugierigen Blicken und woher hat der riesige Warzenbeisser seinen merkwürdigen Namen ?

Dieses Programm ist stets eine Herausforderung und ein Novum zugleich, denn niemand kann vorhersagen, welche Insekten man antreffen wird. Neben der Erklärung von Grundbegriffen wie "Mimikry", "Mimese" oder vollständiger und unvollständiger "Metamorphose", wollen wir unseren Blick vor allem für die vermeintlich "kleinen Lebewesen" am Wegesrand schärfen und so die Beobachtungsgabe und damit das Verständnis für die ökologischen Zusammenhänge schulen.

Zeitraum: Mai bis Oktober
Dauer: ca. 3,5 Stunden

Ausrüstung: Regenbekleidung, festes Schuhwerk, Brotzeit und Lupe/Becherlupe (falls vorhanden)
 
 

Entdeckungen im Moos

Entdeckungen im Moos

Das
Naturschutzgebiet "Kochelfilz"

bei Unterammergau beherbergt eine unglaublich reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt: Neben Fröschen, Libellen und Schmetterlingen wollen wir viele andere Lebewesen in ihrer natürlichen Umgebung beobachten und erforschen. Mit etwas Glück erspähen wir sogar die ungiftige Ringelnatter, Waldeidechsen und seltene Brutvögel wie das Schwarzkehlchen oder den Roten Milan.
Ausserdem wollen wir verschiedene fleischfressende Pflanzen untersuchen, wie den streng geschützten Sonnentau und das hellgrün leuchtende Fettkraut.
Die vielfältigen Düfte heimischer Pflanzen, wie Wasserminze und Schafgarbe, stellen außerdem unseren Geruchssinn auf die Probe.

Die Teilnehmer erfahren alles Wissenswerte über Lebensgewohnheiten und Anpassungen der charakteristischen Lebewesen sowie deren ökologischen Aufgaben im Lebensraum "Moos".

Falls nötig, bewältigen wir den kurzen Transfer nach Altenau bzw. Unterammergau entweder mit Bus oder Bahn; nach Absprache gerne auch mit der lustigen "Tschu-Tschu-Bahn".

Zeitraum: Mai bis Oktober
Dauer: ca. 3,5 Stunden

Ausrüstung: Regenbekleidung, festes Schuhwerk, Brotzeit und Lupe/Becherlupe (falls vorhanden)
 
 

Geheimnisvoller Bergwald

Geheimnisvoller Bergwald

Der Lebensraum Bergwald stellt an seine Bewohner im Jahresverlauf hohe Anforderungen; extreme Kälte im Winter und intensive Sonneneinstrahlung im Sommer erfordern ein hohes Maß an Anpassung, dem nur wenige Lebewesen gewachsen sind.

Dennoch gibt es im Bergwald tausend spannende Dinge zu entdecken: Welcher scheue Bewohner hinterläßt seltsame Ringe an Nadelbäumen und wie verteidigen Ameisen ihr Nest ? Wie unterscheidet man Fichte und Tanne oder die Baue von Fuchs und Dachs ? Und stimmt es wirklich, daß Eichhörnchen nicht nur Samen und Nüsse fressen, sondern auch kleine Vögel ?

Mit interessanten Experimenten wollen wir diese und viele andere Fragen klären. Daneben lernen die Teilnehmer viele andere Waldbewohner kennen und erfahren interessante Details über die Funktionen eines gesunden Bergwaldes.

Zeitraum: April bis Oktober
Dauer: ca. 3 Stunden

Ausrüstung: Regenbekleidung, festes Schuhwerk, Brotzeit und Lupe/Becherlupe (falls vorhanden)
 
 

Was lebt in Fluss und Bach?

Was lebt in Fluss und Bach?

Klare Alpenflüsse, eiskalte Bergbäche und deren meist karg bewachsenen Uferbereiche sind ein extremer Lebensraum, den eine hoch spezialisierte und vielen Menschen unbekannte Tierwelt bewohnt.

An einem geeigneten Fluss- oder Bachabschnitt mit kleinen Kiesbänken erkunden und erforschen die Teilnehmer, ausgerüstet mit Sieb, Pinsel und Bestimmungstafel, die verschiedenen Wasser-Lebewesen. Dabei erfahren und lernen sie alles Wichtige über die Lebensgewohnheiten, Art der Anpassung und die Bestimmung der Tiere.

Neben den Larvenstadien der gefräßigen Steinfliegen, Zuckmücken und der perfekt getarnten Köcherfliegen, spüren wir mit etwas Glück kleine Fische auf.

Für die abgehärteten Teilnehmer gehört an warmen Sommertagen selbstverständlich auch ein erfrischendes Fuß-Bad im glasklaren Wasser zum Naturerlebnis an Fluss und Bach.

Zeitraum: Mai bis Oktober
Dauer: ca. 3 Stunden

Ausrüstung: Regenbekleidung, festes Schuhwerk, Handtuch, Brotzeit und Lupe/Becherlupe
 
 

Der Biber im Ammertal

Der Biber im Ammertal

Das Naturschutzgebiet "Ettaler Weidmoos" liegt zwischen Oberammergau und dem bekannten Klosterort Ettal. Auf einer gemütlichen Rund-Wanderung untersuchen wir die vielfältigen Spuren, die der nachtaktive Nager in seinem Revier hinterläßt:
Ob Biberrutsche, Nahrungsfloß oder kunstvoller Dammbau - die Teilnehmer erfahren alles Wissenswerte über "Meister Bockert" und lernen die Vorteile kennen, die der Biber als sogenannte "Schirmart" seiner Umwelt und den Menschen bringt.

Wahlweise kann dieses Programm auch im Naturschutzgebiet "Pulvermoos" zwischen Oberammergau und Unterammergau durchgeführt werden.

Da die Biberspuren besonders im Herbst und Winter sehr gut zu sehen sind, empfehle ich diese Wanderung von etwa Ende Oktober bis Ende April (je nach Witterungslage).

Dieses Programm ist besonders geeignet, um ökologische Zusammenhänge zu erörtern und auf Wunsch in Gruppenarbeit abgesprochene Zielsetzungen zu erarbeiten.

Zeitraum: Ganzjährig möglich
Dauer: ca. 3 Stunden

Ausrüstung: Regenbekleidung, festes Schuhwerk und Brotzeit
 
 

"Tatort Natur": Auf Streifzug mit dem "Spurendetektiv"

Spuren im Wald

Die Spuren der heimischen Tiere sind so vielfältig wie die Liste ihrer Arten: Ob sonderbar geformte Gallen an Blättern und Zweigen oder versteckte Kotspuren jeglicher Art; ob gut getarnte Tierbaue, verborgene Nester oder unauffällige Fährten und Fraßspuren von Fuchs, Eichhörnchen und Rötelmaus.
Mit scharfen Augen und wachem Verstand entdecken wir fast überall Hinweise, die wir gemeinsam dem "Täter" zuordnen wollen und dadurch ein wenig mehr über dessen Lebensgewohnheiten erfahren.

Welches Tier verbirgt sich im weißen Schaum an Blumen und Sträuchern, wer zerhackt und zerkleinert die harten Schneckenhäuser und welches reinliche Säugetier gräbt kleine Toiletten-Gruben und säubert die "Einfahrt" zu seinem unterirdischen Bau ?

Bewaffnet mit Lupen/Becherlupen und Bestimmungsbuch wollen wir diesen und vielen anderen Fragen auf den Grund gehen und gemeinsam die Hinweise akribisch sammeln, um die "TÄTER" zu entlarven.

Zeitraum: Mai bis Oktober
Dauer: ca. 3,5 Stunden

Ausrüstung: Regenbekleidung, festes Schuhwerk, Brotzeit und Lupe/Becherlupe (falls vorhanden)
 
 

Das "Gries": eine Welt aus Stein und Holz

Das Gries

Geschütztes Biotop und kreative Werkstatt
Im südwestlich von Oberammergau gelegenen Graswangtal hat das kleine Flüsschen "Linder" ein breites Flußbett geschaffen, das die meiste Zeit des Jahres austrocknet. Diesen Lebensraum nennt man in Bayern "Gries".

Im ersten Teil dieses Programmes wollen wir die Entstehung dieses extremen Lebensraumes besprechen und erforschen die hochspezialisierte Tier- und Pflanzenwelt: Wie überleben Dornschrecken, Wolfsspinnen und Sandlaufkäfer die oft großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht; und wie können sich Pionierpflanzen wie die Weiden in diesem regelmässig von Hochwassern heimgesuchten Lebensraum erfolgreich ansiedeln ?

Den zweiten Teil "gestalten" die Teilnehmer quasi selbst: In kleinen Gruppen lassen sie ihre ganz persönlichen Kunstwerke aus den vielfältigen Materialien dieser Landschaft entstehen - wir bauen mit Steinen aller Größen und Formen, grob oder fein gemahlenem Sand und vom Hochwasser angeschwemmtem Holz.
Viele Lehrer sind immer wieder erstaunt und begeistert, welch ausgeprägtes WIR-Gefühl in den Gruppen entsteht und welch kreatives Potenzial ihre Schüler bei gut dosierter Anleitung und kleinen Tipps und Tricks zur rechten Zeit an den Tag legen.

Bei der abschließenden "Vernissage" darf schließlich jedes "Künstler-Team" eine Geschichte zu seinem ganz persönlichen Kunstwerk erzählen.

Den Transfer zum Programm-Ort können wir zu Fuß, mit einem öffentlichen Verkehrsmittel (RVO-Bus) oder auf Wunsch auch mit der lustigen "TSCHU-TSCHU-Bahn" bewältigen (Kosten jeweils auf Anfrage).

Zeitraum: April bis November
Dauer: ca. 3,5 Stunden

Ausrüstung: Regenbekleidung, festes Schuhwerk, Brotzeit und Sitzunterlage
 
 

Sagen und Legenden aus dem "Ammertal"

Sagen und Legenden aus dem Ammertal

Dieses Erlebnis-Programm regt nicht nur die Phantasie der jüngsten Teilnehmer an, sondern ist für alle Altersgruppen eine heitere und spannende Zeitreise durch die Geschichte und Geschichten des Ammertals.

Als besonderes "Schmankerl" oder auch einfach als "Dankeschön" ist dieser Baustein auch für all diejenigen Lehrer und Gruppenleiter gedacht, die sich bei ihren Schülern oder Teilnehmern für gute Leistungen und eine harmonische und erfolgreiche Zusammenarbeit bedanken wollen.

Auf dem nahezu eben verlaufenden "Grottenweg" am Ortsrand von Oberammergau erwandern wir Original-Schauplätze wie den "Malenstein" und die historische Ausgrabungsstätte am "Döttenbichl":
Wie hat die sagenumwobene "Kofelhexe" einst den Oberammergauern geholfen, von woher kam der Zwerg Uli ins Ammertal und welches kleine Untier hauste einst in der versteckt liegenden "Malenstein-Höhle" ?

Die Antworten auf diese Fragen und viele andere mehr hat Markus aus Archiven, alten Orts-Chroniken und Gesprächen mit den Dorfältesten zusammengetragen und aufgeschrieben.

Welcher Ausflug könnte den Schülern das Thema "Heimat- und Sachkunde" besser schmackhaft machen ?

Zeitraum: Ganzjährig möglich
Dauer: ca. 2,5 Stunden

Ausrüstung: Regenbekleidung, festes Schuhwerk und Brotzeit